Geschichtliches

Ursprung

Der Name leitet sich von der ursprünglichen Aufgabe dieser  vermutlich zweitausend Jahre alten Hunderasse ab. Sie dienten den portugiesischen Fischern als unentbehrliche Helfer beim Fischen. Sie halfen die Netze aus- und einbringen, transportierten Gegenstände vom Boot zum Land oder umgekehrt, holten alles was ins Wasser fiel ohne Aufforderung zurück, tauchten dabei sogar mehrere Meter tief und retteten nicht zuletzt auch oft Schiffsbrüchige.

Vollwertiges Crew-Mitglied

Man sagt, die Hunde waren den Fischern so wichtig, dass, sie sie als gleichwertiges Crew-Mitglied ansahen und ihnen auch den gleichen Anteil am Fang zugestanden.

Schwimmhäute-Löwenschur-Farben-Haarqualitäten

Um dieser Aufgabe gut gewachsen zu sein entwickelten sich sehr gut ausgeprägte Zwischenzehenhäute, die quasi fast als Schwimmhäute anzusehen sind. Durch die rassetypische Schur versuchten die Fischer die Hunde für ihre Arbeit zu unterstützen. Sie ließen das üppige Haarkleid ihrer Hunde ,das  gewellt oder gelockt sein kann, bis zur letzten Rippe lang wachsen, als Schutz für die inneren Organe im kalten Wasser und zum besseren Auftrieb durch die Luft im Fell und schoren das Hinterteil kurz damit die Hunde sich freier und besser im Wasser bewegen konnten. Diese Art der Schur wird heute als Löwenschur (Lionclip) bezeichnet und ist auf Rassehundeaustellungen in der FCI verpflichtend . Es gibt CAPs in Schwarz, Schwarz mit weißen Abzeichen, in Braun, Braun mit weißen Abzeichen und in Weiß (aber keine Albinos, diese Hunde müssen dunkle Augen, eine schwarze Nase, schwarze Lefzen und eine dunkle Haut haben). Über die erlaubte Größe und Verteilung der weißen Abzeichen gibt es in der FCI und beim AKC momentan noch unterschiedliche Auffassungen.

 

Vorfahre des Pudels und Neufundländers

Da die Portugiesen sehr fleißige Seefahrer waren konnten die CAPs vielen Hunderassen ihren Stempel aufdrücken. Der CAP gilt als Vorfahre fast aller zotthaarigen Wasserhunde. Der bekannteste Verwandte ist wohl der Pudel, was man vor allem deutlich bei den gelockten CAPs erkennt. Die Modeschur des Pudels, wie die Löwenschuren aller anderen Hunderassen leiten sich von der Arbeitsschur der CAPs ab.

Auch die Wasserliebe des Neufundländers entstammt seinen CAP-Genen, die die CAPs durch Einkreuzung in neufundländischen Hütehunden hinterließen.



Seltenste Hunderasse im Guinnessbuch

Die Technisierung des Fischfanges führte dazu, dass man die Dienste der Hunde nicht mehr brauchte und so starben die CAPs Anfang des 20. Jahrhunderts fast aus. Gott sei Dank fand sich in den 1930er Jahren ein reicher portugiescher Reeder, der sich dieser Rasse annahm, sie vorm Aussterben bewahrte und einen FCI-an-erkannten Rassestandard erstellte. Aber einige Jahre später standen die Porties erneut wieder fast vor dem Aus. Die Auswirkungen des Nelkenkrieges in Portugal machten dem CAP im Mutterland schwer zu schaffen, so dass Anfang der 70er Jahre des 20.Jahrhunderts der Cão de Àgua Português mit nur noch 50 offiziell eingetragenen Exemplaren als seltenste Hunderasse im Guinnessbuch der Rekorde geführt wurde .

Durch glückliche Umstände gerieten einige CAPs in die USA in die Hände von sehr engagierten, wohlhabenden Hundeliebhabern, die diese außergewöhnliche Rasse jetzt wohl vor dem Aussterben bewahrt haben. In den USA leben ca 10.000 und in Europa 2.000 CAPs.